Homematic IP Heizkörperthermostat Testbericht

Einleitung

Ich habe vor gut 3 Jahren den ersten Heizkörperthermostat (folgend Heizungsregler/Regler genannt) gekauft. Ich hatte mich damals für eine Bluetooth Version von eQ-3 entschieden. So ganz zufrieden war ich mit dieser Lösung nicht, also bestellte ich nach einiger Recherche das Starter-Set Raumklima von der Firma Homematic IP (die auch zur eQ-3 AG gehört).

Der erste Regler

Homematic IP Heizkörperthermostat

Angefangen habe ich mit einem Regler und diesen hatte ich im Wohnzimmer in einer Mietwohnung mit Fernwärme installiert. Mittlerweile habe ich 6 Regler im Einsatz. Derzeit nutze ich die Regler in einem Haus, in dem eine Gasheizung verbaut ist. Die Besonderheit, das Wohnzimmer ist als Temperatur führender Raum vorgegeben, das heißt, das Wohnzimmer muss heizen, damit die anderen Zimmer gesteuert werden können. Somit fällt der Regler im Wohnzimmer raus. Die anderen Räume werden über den Heizungsregler von Homematic IP gesteuert.

Zusätzliche Kontakte

Um das beste aus der Steuerung herauszuholen habe ich noch Fensterkontakte installiert, diese erkennen ein offenes Fenster und regeln dann die Temperatur automatisch herunter. Beim Schließen der Fenster wird die Temperatur wieder automatisch erhöht. Die Fensterkontakte erfüllen aber noch einen weiteren Zweck, sie sind zuständig für die Alarmanlage vom Haus. Hier ist der Testbericht zu der Alarmanlage.

Daten zum Homematic IP Heizkörperthermostat

Die Daten vom Heizungsregler sind überschaubar. Er hat die Abmessungen 58x71x97 mm (BxHxT). Das Gewicht beträgt inklusive der Batterien 205 g. Der Regler nutzt eine Funkfrequenz von 868,3 MHz/869,525 MHz mit einer Reichweite von ca. 300. Ich hatte bisher keine Empfangsprobleme.

Der Accesspoint befindet sich im Hauswirtschaftsraum und die Heizungsregler sind auf 2 Etagen verteilt.

Batterielaufzeit

Der Regler benötigt 2x 1,5 V AA Batterien. Die Batterien sind im Lieferumfang enthalten und haben bei mir ca. ein Jahr gehalten, danach kam die Meldung, dass die Batteriespannung niedrig ist. In dem Datenblatt ist die Batterielebensdauer mit 2 Jahre angegeben.

Die Schutzart vom Regler ist IP20 zertifiziert. Das Display hat eine Hintergrundbeleuchtung. Adapter für alle gängigen Heizungen liegen bei.

Installation

Wichtig: Der Homematic IP Heizkörperthermostat benötigt den Homematic IP Access Point zur Steuerung der Funktionen. Es gehen auch die Zentralen CCU2 und CCU3, was ich so aber noch nicht getestet habe. Ich nutze den IP Access Point.

Die Verbindung erfolgt lokal (W-Lan) über das eigene Netzwerk oder Online über die Homematic Cloud. Es werden die Sicherheitsverfahren AES-128 und CCM eingesetzt, die Datenpaket sind verschlüsselt und ähnlich wie beim Online-Banking gesichert.

Nutzung von Unterwegs

Für mich ist die Cloudnutzung unumgänglich, da ich die Heizkörper auch gerne von Unterwegs steuern möchte. Es gibt ja doch Tage, wo man später von der Arbeit heimkommt und die Heizung etwas später gestartet werden kann. Oder man ist doch spontan etwas länger unterwegs. Es gab immer wieder Situationen, wo ich die Konfiguration von Unterwegs genutzt habe.

Die Installation ist recht unkompliziert. Alten Regler demontieren, richtigen Adapter heraussuchen, diesen an der Heizung montieren und den Heizungsregler an den Adapter schrauben. Das hat bei mir ohne Schwierigkeiten funktioniert.

Die App

Startseite

Als Nächstes wird die App benötigt. Die Homematic IP App findet man im Google Playstore oder im iOS Appstore. Nach der Installation kann man die Regler anlernen. Dazu sollte man sich den QR-Code aus der kleinen Anleitung zurechtlegen. Der QR-Code liegt als Aufkleber bei. Den Code kann zum schnellen Anlernen der Geräte verwendet werden. Das hat bei mir bisher Fehlerfrei funktioniert.

Nach dem Anlernen wird der Raum festgelegt, indem sich der Heizungsregler befindet. Die Installation der Fenster- und Türkontakte erfolgt in der gleichen Art und Weise. Es muss darauf geachtet werden, dass die Kontakte dem gleichen Raum wie dem Regler zugeordnet werden, damit später die automatische Fenstererkennung korrekt funktioniert.

Eine leere Batterie wird erkannt und rechtzeitig in der App angezeigt. Die Batterie lässt sich einfach wechseln, die Einstellung bleiben erhalten. Mehr ist bei der Installation nicht zu beachten.

Funktionen

Die Funktionen sind relativ einfach erklärt. Es wird in der App ein Heizungsplan eingestellt und die Regler regeln entsprechend dem Plan die Raumtemperatur. Die Temperaturen waren bei mir immer korrekt, sollte die Raumtemperatur von der Heizungsreglereinstellung abweichen, kann dies in der App unter Temperatur-Offset korrigiert werden.

Die App bietet vielerlei Einstellungen. Angefangen von dem Wochenplan, der individuell festgelegt werden kann. Einen Urlaubsmodus, der für einen bestimmten Zeitraum eine Temperatur einstellt. Dann gibt es noch den Ecomodus. Der Ecomodus lässt sich für folgende Intervalle einstellen: 2, 4, 6 Stunden, spezielles Datum oder unbegrenzt. Diese Funktion wird genutzt, wenn man für bestimmte Zeit unterwegs ist, zum Beispiel beim Einkaufen, Sport etc., in dieser Zeit wird die Temperatur auf einen voreingestellten Wert abgesenkt. Eine Übersicht der Funktionen finden Sie in der Galerie.

Fazit

Der Homematic IP Heizkörperthermostat ist eine gute und zuverlässige Möglichkeit seine Heizung zu steuern. Die App ist ausgereift und wird regelmäßig mit neuen Funktionen erweitert. Der Heizkörperthermostat ist sehr leise und eignet sich auch für das Schlaf- oder Kinderzimmer.

Ich hatte bis jetzt keine Ausfälle oder sonstige Ärgernisse mit den Reglern. Die Batterielaufzeit sollte je nach Nutzung zwischen 1 und 2 Jahre betragen, dass genügt mir. Die App zeigt auch einen niedrigen Batteriestand rechtzeitig an, sodass es zu keinen Ausfällen kommt.

Der Homematic IP Access Point wird für die Steuerung benötigt. Die Anmeldung in der App kann Lokal über das W-LAN oder Online über die Clouddienste von Homematic erfolgen. Ich habe mich für die Cloudanbindung entschieden, da ich auch von Unterwegs die volle Kontrolle über die Heizung haben möchte, dazu nutze ich auch noch die Alarmanlage von Homematic IP und bekomme auch die Meldungen auf das Handy.

Die Heizungsregler lassen sich Solo betreiben oder auch durch entsprechendes Zubehör erweitern. Wie zum Beispiel die Fenster- und Türkontakte, Wandtaster oder Wandthermostate mit integrierten Thermometer und Luftfeuchtigkeitsmesser.  

Ich kann die Regler nur empfehlen, da ich auch keine negativen Punkte finden konnte. Aus meiner Sicht gibt es bei diesen Heizkörperthermostate nichts zu verbessern.

Du findest das ganze Thema interessant aber traust dich alleine nicht an die Materie? Kein Problem, hier findest du meine Schritt für Schritt Anleitung zum Automatisieren deiner Heizung.

Du Interessierst dich für Sprachsteuerung, dann schau dir meinen Testbericht zum Amazon Echo Spot an.

Bewertung
9.5/10

Bewertung vom Homematic IP Heizkörperthermostat

PROS

  • Einfache Heizkörpersteuerung
  • Einfache Installation
  • Zuverlässigkeit
  • Umfangreiche App / Einstellungen
  • Sehr leise

CONS

  • Mehr Batterielaufzeit geht immer

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