DJI Osmo Pocket Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Gimbal-Kamera

Heute habe ich einen kurzen Erfahrungsbericht zur DJI Osmo Pocket Kamera. Warum kurz? Ich habe die Osmo Pocket eine Woche lang intensiv getestet und mich letztendlich doch gegen diese Kamera entschieden. Wie es dazu kam, erfährst du in diesen Erfahrungsbericht.

DJI Osmo Pocket Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Gimbal-Kamera 1

Wie bin ich auf die DJI Osmo Pocket gekommen?

Derzeit nehme ich alle Videos mit dem Handy auf, leider lässt dabei die Qualität sehr zu wünschen übrig. Ich suchte also nach einer Kamera, die so viele Wünsche wie möglich erfüllt.

Was sollte die Kamera können?

Die Kamera soll fit für die Zukunft sein und Videos in 4k 50/60 FPS aufnehmen können. Das Bild sollte klar und flüssig sein. Die Kamera soll einen guten Ton aufnehmen und dazu sehr handlich sein.

Was möchte ich damit Filmen?

In erster Linie ist die Kamera für Produktreviews und Vlogs gedacht. Ich möchte damit Testberichte aufnehmen (drinnen wie draußen) und möchte auch privat damit Vloggen.

Dabei sollte die Kamera so klein und leicht wie nur möglich sein.

DJI Osmo Pocket Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Gimbal-Kamera 2

Als ich dann die ersten Videos zur DJI Osmo Pocket gesehen habe, war ich wie gehypt. Die Qualität der Videos war perfekt. Was für ein Bild! Dann hörte ich den Ton und ich war echt überrascht, wie sauber und klar dieser doch war.

Doch dann kam das Highlight, ein automatischer Gimbal. Die Bildstabilisierung in den Videos war schon beeindruckend. Auch die Personenverfolgung sprach mich an. So schaute ich noch weitere Videos, Testberichte und verliebte mich immer weiter in diese Kamera.

Nach 3 Tagen bestellte ich dann die Osmo Pocket über Amazon und leider lag die Lieferzeit bei ungefähr drei Wochen. Durch einen Zufall drehte ich eine Runde durch den hiesigen Media Markt und kam bei dem DJI Stand vorbei. Da war sie! Die Osmo Pocket. Ich überlegte nicht lange und nahm die Kamera direkt mit.

Das Unboxing

Zuhause angekommen packte ich die Osmo Pocket auch direkt aus. Das Video dazu findest du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=6LW3ddZ3_20

Danach kam mein erster Test. Was soll ich sagen! Die anfängliche Euphorie wich der puren Enttäuschung. Ich nutzte das Licht der Softbox vom Unboxing und drehte ein kurzes Video in der Wohnung. Die Qualität war unterirdisch, das Bild rauschte und die Farben waren sehr matt.

Ich suchte den Fehler bei mir, waren die Videos der anderen doch so gut. Ich recherchierte weiter und testete mich durch die Einstellungen. Das Ergebnis wurde nur minimal besser. Okay, ich gebe es zu, optimales Licht war nicht vorhanden, aber damit verschwand auch schon meine erste Einsatzmöglichkeit.

Also nahm ich mir die Osmo Pocket und ging damit raus. Eine Stunde später hatte ich ausreichend Testmaterial produziert. Ich nutze natürlich auch den Promodus über mein angeschlossenes Smartphone, um alles aus der Kamera rauszuholen.

Ich kehrte dann zurück und wertete die Videos aus. Die Enttäuschung wurde immer größer. Was ich hier aus der Osmo Pocket out oft he box rausgeholt habe, ist bestenfalls Rohmaterial. Von den Videos, die ich zuvor auf Youtube gesehen hatte, bin ich mit meinem Ergebnis weit entfernt. Ja, die Qualität der Videos bei optimalem Licht ist gut, aber die Farben und Tiefe lassen noch Luft nach oben. Auch sind die Videos gefühlt zum Teil nicht flüssig, trotz 50 oder 60 FPS. Ich kann hier kleine Ruckler erkennen, die das Anschauen nicht sehr angenehm machen. Das kann aber durchaus auch an meinen Windows PC liegen. Es handelt sich hier um einen guten Mittelklasse-PC.

Die DJI Osmo Pocket, kämpfte bei mir auch häufiger mit Fokusproblemen, so waren oft die falschen Objekte scharf gestellt und das eigentliche Ziel unscharf. Auf dem kleinen Display konnte ich das nicht erkennen, um gegenzusteuern.

Dazu kommt, dass bei mir auch der Ton nicht so gut wie bei den anderen Videos war. Windgeräusche waren zum Teil so laut, dass meine Sprache nicht zu verstehen war. Ohne ein externes Mikrofon sehe ich da schwarz beim Vloggen.

Und hier haben wir auch schon das nächste Problem, fehlendes Zubehör. Derzeit ist die Auswahl von Zubehör extrem überschaubar. Ein Mikrofonadapter war zu meinem Test Ende Februar 2019 noch nicht erhältlich. Ich will die Osmo Pocket jetzt nicht verteufeln. Meine Erwartungen waren sehr hoch und konnten hier nicht erfüllt werden.

Meine Erkenntnisse zur Osmo Pocket

Für meine Anwendungszwecke ist die DJI Osmo Pocket leider die falsche Kamera. Wer sich gut mit der Videobearbeitung auskennt, kann hier extrem viel aus der kleinen Kamera rausholen. Wer aber die Videos out of the box verwenden möchte, wird hier etwas enttäuscht sein. Das kann mein Smartphone auch. Schnelle Bewegungen und Richtungswechsel sind nicht ihre Stärken.

Der große Vorteil liegt in der Größe der Osmo Pocket und natürlich am Gimbal. Die Bildstabilisierung arbeitet super und das Bild bleibt gerade ausgerichtet. Das gefällt mir. Beim Fahrradfahren lässt sich die Kamera nicht nutzen. Mit den leichten Erschütterungen kann der Gimbal nicht umgehen.

Fotos statt Video? Ein Versuch.

Ja, Fotos kann die Pocket auch. Und das gar nicht so schlecht. Besonders der Panoramamodus funktioniert perfekt und die einzelnen Bilder werden sauber aneinandergefügt. Es sind keine Ecken oder Kanten zuerkennen.

DJI Osmo Pocket Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Gimbal-Kamera 3
Panorama mit der DJI Osmo Pocket

Die Bilder sind aber nur gut, solange man nicht ran zoomt. Nach der ersten Zoomstufe wird das Bild schon bedeutend schlechter. Aber Fotos machen ist aus meiner Sicht auch nicht ihr Hauptgebiet und ohne Zoom auf dem Fernseher, sehen die Bilder sehr gut aus.

DJI Osmo Pocket Testbericht – Meine Erfahrungen mit der Gimbal-Kamera 4
Bild unbearbeitet

Ich möchte meine Pro und Cons einmal zusammenfassen:

Pro:

  • Bildstabilisierung
  • Folgemodus und Gesichterkennung beim Vloggen
  • Gute Ergebnisse nach einer umfangreichen Videobearbeitung
  • Handlich und leicht, perfekt für Reisen
  • Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten
  • Schnelle Verbindung mit dem Handy
  • Gute Tonqualität bei wenig Wind
  • Fotos sehen ohne Zoom gut aus
  • Perfekte Panoramabilder

Cons:

  • Videos out of the box nur mittelmäßig
  • Aktuell nur wenig und sehr teures Zubehör
  • Kein wechseln vom Akku möglich
  • Autofokus ist oft eine Glückssache
  • Kleines Display (neutral)
  • Ton bei Wind nicht zu gebrauchen
  • Sehr eingeschränktes Blickfeld, etwas mehr Weitwinkel hätte hier super gepasst

Mein Fazit zur DJI Osmo Pocket

Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Bewertung meine persönlichen Erwartungen und Erfahrungen widerspiegelt. Die Kamera ist für meine Zwecke nicht die richtige Wahl. Das kann bei dir wieder ganz anders aussehen. Ich habe mich leider von den ganzen Hochglanzvideos blenden lassen. Mein nächster Test ist nun die GoPro 7 Black. Ich werde wieder berichten.

Du möchtest du DJI Osmo Pocket selber gerne Testen? Dann findest du sie hier:

Eine interessante Alternative, die GoPro Hero 7 Black:

Eine schnelle Speicherkarte ist für beide Kameras wichtig. Ich nutze folgende:

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