Frühjahrs-Rasenpflege: 5 Dinge, die du jetzt tun solltest, um deinen Rasen für den Frühling vorzubereiten

So bereitest du deinen Rasen auf den Frühling vor - Ratgeber Rasenpflege
So bereitest du deinen Rasen auf den Frühling vor - Ratgeber Rasenpflege

Es ist endlich an der Zeit und der Frühling kommt immer näher. Wenn wir uns auf das warme Wetter und die längeren Tage freuen, sollten wir auch langsam anfangen, über die Rasenpflege im Frühling nachzudenken.

Wir alle wissen, bedeutet der Frühling mehr Zeit im Freien und mehr Zeit, um den Garten zu genießen. Aber es bedeutet auch mehr Zeit, um uns mit dem Thema Unkraut, Düngung und Rasenpflege zu beschäftigen. Hier sind die fünf Dinge, die ich immer mache, um meinen Garten für den Frühling vorzubereiten.

Inhaltsverzeichnis

Vorbereitungen für die Frühjahrssaison

Sobald die Temperaturen anfangen, langsam anzusteigen und man sich wieder in den Garten traut, merkt man schnell, dass der stürmische Herbst, der kalte Winter und die letzte Silvesterparty ihre deutlichen Spuren hinterlassen haben. Deshalb sollte die erste Initiative ein Frühjahrsputz für deinen Garten sein. Egal ob Müll, Laub oder abgebrochene Äste, alles muss weg.

Achte unbedingt darauf, das Laub vom Rasen und aus den Beeten zu harken. So schaffst du nicht nur Platz zum Pflanzen, sondern verhinderst auch ein Überwuchern und hältst deinen Rasen und Garten gesund. Säubere auch die Blumenbeete, schneide die abgestorbenen Blumen und Pflanzen ab und beseitige die Rückstände vom Winterwetter.

Bereite deinen Garten für die Bepflanzung vor, indem du den Boden in den Blumenbeeten mit frischer Erde anreicherst. Hierfür bietet sich Erde aus dem Kompost an.

Mein Geheimtipp: Ich verwende hier den Bodenaktivator von Neudorrf, diesen trage ich direkt nach dem Vertikutieren auf dem Rasen auf.

Unkrautbekämpfung

Rasen vertikutieren im Frühling - Rasenpflege Ratgeber Vertikutieren
Rasen vertikutieren im Frühling - Rasenpflege Ratgeber Vertikutieren

Bevor die Rasensaison richtig startet, sollten wir noch das übrig gebliebene Unkraut bekämpfen.

Manche wollen diesen Schritt gerne umgehen, weil sie denken, dass sie dafür keine Zeit haben. Aber ich bin ein großer Fan der Unkrautbekämpfung. Es lässt deinen Garten und Rasen professioneller und gepflegter aussehen und ist viel gesünder für den Rasen. Ein weiterer Effekt: es hält das Unkraut während der Wachstumsperiode in Schach.

Also geh raus und jäte das Unkraut.

Um das Unkraut großflächig zu entfernen, greife ich auf das Vertikutieren zurück. Umgangssprachlich kann man aber auch „den Rasen kämmen“, dazu sagen.

Etwas anderes macht man bei diesem Schritt nämlich nicht.

Die Wurzeln deines Rasens streben nach Sauer- und Nährstoffen, müssen sich jedoch gegen Moose, Mäh- und Laubreste durchsetzen, um diese zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, im Frühling den Vertikutierer aus dem Schuppen herauszuholen und loszulegen.

Um möglichst wenig gesunde Wurzeln herauszureißen, empfehle ich dir, diese Arbeit bei trockenem Wetter durchzuführen. Durch das Vertikutieren holst du viel Unkraut und Moos aus deinem Rasen.

Wenn du keinen Vertikutierer hast, kannst du auch eine Harke nehmen. Damit lässt sich ein Großteil der gelben und abgestorbenen Halme entfernen.

Exkurs: Wie wird richtig vertikutiert?

Damit beim Vertikutieren alles gut geht, habe ich noch eine kleine Anleitung für dich:

  1. Achte darauf, dass der Rasen nicht zu lang ist. Meiner Erfahrung hat gezeigt, dass die optimale Länge bei unter 4 cm liegt.
  2. Den Vertikutierer auf eine Schnitttiefe von 2 bis 4 Millimeter einstellen -> VORSICHT: Regelmäßig die Schnitttiefe kontrollieren!
  3. Mit dem Vertikutierer eine langsame Bewegung nach vorne durchführen. Dabei wird erst in Längs- und dann in Querrichtung vertikutiert. -> VORSICHT: Nicht zu lange auf einer Stelle verweilen, da sonst die Grasnarbe beschädigt wird.
  4. Ausgekämmtes Moos und Unkraut direkt entsorgen und nicht lange liegen lassen.
  5. Wenn nötig, kann nun der Rasen an den kahlen Stellen nachgesät werden.

Bonus Tipp frisches Wasser: Für mich ist im Frühling auch wichtig, dass mein Rasen gewässert wird. Über die Wintermonate bekommt der Rasen nur sehr wenig Flüssigkeit, was wegen dem Frost auch völlig okay ist. Jetzt ist es aber an der Zeit, den Rasen gut zu wässern. Warte nicht, bis es zu spät ist. Jede Saison beginne ich die Wachstumssaison meines Rasens gerne mit einer leichten Bewässerung. Achte aber darauf, dass der Frost vorbei ist. Die beste Zeit zum Wässern beginnt im April.

Belüftung für deinen Rasen

Im Frühjahr ist es wichtig, den Rasen zu belüften. Beim Belüften wird organisches Material durch den Boden bewegt, wodurch ein gesundes Wurzelsystem gefördert wird. Das Ziel ist es, mehr Stickstoff zurück in den Boden zu bringen und das Gras schneller wachsen zu lassen.

Die meisten Rasenexperten sind sich einig über die spezifische Art der Belüftung, die du durchführen solltest. Ich bevorzuge die Verwendung eines Belüfters. Diese gibt es in verschiedenen Arten und Formen. Von Schuhaufsätzen* bis hin zu motorbetriebenen Geräten*.

Hinweis: Wenn du den Rasen bereits vertikutiert hast, wurde er schon ausreichend belüftet. Ein weiteres Belüften ist dann nicht mehr notwendig und würde dem Rasen mehr schaden, als ihm Gutes zu tun.

Rasen richtig Düngen und mit Nährstoffen versorgen

Rasen im Frühling richtig Düngen - Rasenpflege Ratgeber
Rasen im Frühling richtig Düngen - Rasenpflege Ratgeber

Sobald sich der Rasen vom Belüften/Vertikutieren etwas erholt hat, solltest du die komplette Rasenfläche düngen. Damit bekommt dein Rasen die benötigten Nährstoffe. Du kannst auch vorher einen Bodentest durchführen, bevor du mit dem Düngen beginnst. Dieser Bodentest gibt detailliert Aufschluss, welche Nährstoffe dein Rasen benötigt.

Selbst wenn du einen guten Boden hast, solltest du ihn immer wieder mal testen, besonders wenn der Rasen anfängt, gelb zu werden. Oft ist das der Zeitpunkt, um noch einmal zu düngen.

Ich persönlich verwende Rasendünger mit einer Langzeitdüngewirkung von ca. 3 Monaten. Ich beginne mit der Düngung bereits im März. Dazu warte ich eine Regenperiode ab und trage dann den Dünger auf.  Die große Frost-Phase sollte aber vor dem Düngen vorbei sein.

Um eine gleichmäßige Streuung zu erreichen, solltest du unbedingt darauf achten, einen Düngerstreuer zu benutzen. Profis und erfahrene Anwender können aber auch per Hand streuen. Die bekannteste Art ist aber weiterhin der Streuwagen.

Einen passenden Dünger, welcher auf deinen Rasentypen abgestimmt ist, zeige ich dir etwas weiter unten. Ich verwende für meinen Rasen den Compo Floranid Robo-Rasen Dünger. Manche Jahre verwende ich auch den Neudorff Rasendünger Spezial 5Plus1. Beide Dünger haben bei mir bisher problemlos funktioniert und ich konnte keinen Unterschied in der Wirkung feststellen.

Du kannst dein Rasen auch kalken.

Rasenkalk dringt tief in den Boden ein und reguliert seinen pH-Wert. Dadurch wird ein saurer Boden vorgebeugt und Pflanzen wie Moos, den Wachstum erschwert. Den Kalk trägst du am besten mit einem Streuwagen auf, damit dieser schön gleichmäßig verteilt wird.

Diesen Dünger verwende ich im Frühling für meinen Rasen

Du hast einen Mähroboter? Dann kann ich dir diesen Dünger empfehlen:

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Kahle Flächen ausbessern

Wer viel Unkraut entfernt und intensiv vertikutiert, wird viele kahle Stellen auf der Rasenfläche bekommen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Den Rasen einfach natürlich wachsen lassen und hoffen, dass die Stellen verschwinden. Oder aktiv werden und an den leeren Stellen neue Rasensamen pflanzen. Ich bevorzuge hierbei die zweite Methode. Ich achte dabei aber auf die richtige Rasensorte. Diese sollte optimalerweise die Gleiche, wie der vorhandene Rasen sein.

Wenn du nicht mehr weißt, welchen Rasen du verwendet hast, kannst du auch auf Nachsaatmischungen zurückgreifen. Diese gibt es von verschiedenen Anbietern. Die speziellen Sorten haben meist eine erhöhte Triebzahl und sind darauf ausgelegt, schnell und sicher zu keimen. Dadurch schließen sich die Lücken besonders wirkungsvoll und die kahlen Stellen sind zügig verschwunden.

Für die Nachsaat* sollte aber eine durchgängige Bodentemperatur von mindestens 5 Grad erreicht sein. Das bedeutet, am besten erst ab Ende April mit der Nachsaat beginnen.

Noch ein kleiner Tipp: Ich mische die Rasensamen immer mit etwas neuer und frischer Erde und bringe dann die Mischung auf. Diese lässt sich dann leicht festdrücken und ich laufe keine Gefahr, dass die Samen durch den Wind weggepustet werden.

Aber nicht vergessen. Nach der Saat sollten die Rasensamen täglich ausreichend gewässert werden. Solange bis die Grashalme lang genug und stark sind. Meine Erfahrung liegt hier bei ca. 3 bis 4 Wochen.

Rasen mulchen

Als letzten Schritt beginne ich mit dem Rasen mulchen. Den Rasen zu mulchen bedeutet, den Rasen ganz fein abzuschneiden und die Reste auf dem Rasen liegen zu lassen. Dafür gibt es spezielle Mulch-Rasenmäher*, die diesen Job erledigen. Die gleiche Technik wird auch beim Rasenroboter* verwendet. Dieser schneidet den Rasen täglich ein kleines Stück ab und lässt die Reste liegen. Diese Reste zersetzen sich und wirken als natürlichen Dünger (Humus) für den Rasen.

Das kann helfen, den Rasen vor schädlichem Unkraut, Schädlingen und Samen zu schützen, und kann dabei auch helfen, die Rasenfläche das ganze Jahr über in Form zu halten.

Manche Menschen haben einfach nicht die Zeit, ihren Rasen das ganze Jahr zu pflegen. Hier hilft das Mulchen, dadurch kann man trotzdem einen schönen Garten haben, ohne ihn täglich pflegen zu müssen. Besonders wenn du nur eine begrenzte Rasenfläche oder kein Interesse an der Gartenpflege hast.

Für das Trimmen des Rasens sollte eine scharfe Klinge verwendet werden. Diese schneidet den Grashalm sauber ab und reißt die Grashalme nicht aus der Erde.

Fazit zur Rasenpflege im Frühling

Der Frühling ist einer der wichtigsten Zeiten, um seinen Rasen auf Vordermann zu bringen. Jetzt ist die beste Zeit, seinen Rasen zu vertikutieren, zu säubern und zu düngen. Danach werden noch kahle Stellen ausgebessert und neuer Rasen nachgesät. Wenn alle Schritte erledigt sind, heißt es Wasser marsch und die Vorbereitungen für einen grünen Sommer sind getroffen.

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